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Kurzdarstellung des Projekts

Baumgartsbrunn – ein beispielhaftes Entwicklungsprojekt

Die Farmschule Baumgartsbrunn befindet sich in Namibia im dünn besiedelten Khomas Hochland, 40 km von Windhoek entfernt. Sie wurde 1973 von Helmut Bleks als Grundschule für einheimische Farmarbeiterkinder gegründet. In den letzten 32 Jahren erhielten hier etwa 1.800 Kinder eine Schulausbildung.

1991 wurde die Farmschule um das „Institut für Haushaltslehre und Landwirtschaft“, eine Berufschule für junge einheimische Frauen, erweitert. Rund 400 junge Frauen erhielten seither bereits eine Berufsausbildung vorwiegend für die Hotel- und Tourismusbranche, und nahezu alle fanden anschließend einen Arbeitsplatz, meistens mit überdurchschnittlicher Bezahlung.

Bildung für diejenigen, deren Eltern eine Ausbildung selbst nicht finanzieren können, erschließt Zukunftschancen und ist deshalb eine Form der „Hilfe zur Selbsthilfe“ mit Schlüsselfunktion, ein zentraler Ansatzpunkt zum Ausbruch aus dem „Teufelskreis der Armut“.

Im Jahre 2005 wurde der Staat Namibia durch eine Schenkung von Helmut Bleks Träger des Schuldorfes mit der Grundschule, wodurch eine elementare Schulbildung vieler Farmkinder langfristig gesichert werden konnte. Die Berufschule und Ausbildungswerkstätten verblieben bei der Helmut-Bleks-Stiftung.

Münsteraner Bürger und Institutionen fördern Baumgartsbrunn seit vielen Jahren mit hohem persönlichen Engagement und erheblichen Finanzmitteln: die Ev. Apostel-Kirchengemeinde, das Schillergymnasium, der Verein nütec sowie viele weitere Münsteraner Bürger. Ein besonders beeindruckendes Beispiel war die Weihnachts-Spendenaktion der Tageszeitung Westfälische Nachrichten im Jahre 2004.
Dieses lokale Engagement möchte die bürger:sinn:stiftung aufgreifen und weiter entwickeln.
Sie hat sich die Aufgabe gestellt, für die Farmschule Baumgartsbrunn ein begründetes, langfristiges Förderkonzept zu erarbeiten, das den dauerhaften Fortbestand des Projektes sichert und die zunehmende Unabhängigkeit von deutscher Entwicklungshilfe ermöglicht.
Ende des Jahres 2004 hat die Stiftung die Farmschule Baumgartsbrunn als erstes Förderungsprojekt ausgewählt und sich die Zukunftssicherung dieses Modellprojektes der Entwicklungszusammenarbeit zur Aufgabe gemacht.

In den Jahren 2005 und 2006 erarbeitete die bürger:sinn:stiftung gemeinsam mit dem Projektgründer Helmut Bleks und seiner Familie einen ersten Rahmenplan für die Zukunftssicherung der Berufsschule Baumgartsbrunn, und Mitte 2006 erhielt sie von Helmut Bleks und den Organen der Helmut-Bleks-Stiftungen den Auftrag, das Förderungs- und Entwicklungskonzept für dieses Institut weiter auszuarbeiten. Ende 2006 wurde der bürger:sinn:stiftung auch die Geschäftsführung für die deutsche Helmut-Bleks-Stiftung übertragen.
Helmut Bleks wollte unbedingt selbst sicherstellen, dass sein Werk Bestand haben sollte. Bei seinem Tod am 10.08. 2006 war das Förderkonzept zwar abgestimmt, aber noch nicht umgesetzt. So blieb es Aufgabe der bürger:sinn:stiftung, die avisierte Um- bzw. Restrukturierung der Rahmenbedingungen auf den Weg zu bringen. Die Planung zielt darauf ab, die Berufsschule binnen 5-7 Jahren wirtschaftlich, administrativ und personell von deutscher Hilfe unabhängig zu machen.

Eckpfeiler und Kriterien des Förderkonzeptes der bürger:sinn:stiftung

Die konzeptionellen Eckpfeiler des Förderungskonzepts der bürger:sinn:stiftung sind:

  • Systematische, wissenschaftlich begleitete Bestandsaufnahme, Konzeptionierung und Dokumentation sowie permanente Mittelverwendungs- und Erfolgskontrolle.

  • Hilfe zur Selbsthilfe als Leitgedanke – schrittweiser Übergang von Leitungsfunktionen und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit in einheimische Hände.

  • Einbindung aller beteiligten bzw. eigentlich zuständigen staatlichen und privatenOrganisationen, Abstimmung und Integration aller Kräfte und Aktionen in einem ganzheitlichen, langfristigen Förderkonzept.

  • Beachtung und Respektierung der kulturellen Gegebenheiten und Besonderheiten in der Region.

  • Einforderung staatlicher Hilfen – Subsidiarität gemeinnützigen Engagements: Die Staaten Namibia und Deutschland werden aus ihrer Verpflichtung zur Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten und menschenwürdigen Lebensbedingungen für einheimische Farmarbeiterkinder nicht entlassen. Das gemeinnützige Engagement von Bürgern hat keine ersetzende, sondern ergänzende, organisierende und katalysierende Funktion.

  • Entwicklung von Baumgartsbrunn als Modellprojekt für das südliche Afrika, so dass seine Konstruktions- und Funktionsprinzipien auf andere Projekte übertragen werden und die positiven Wirkungen des notwendigen Aufwands multipliziert werden können.

Das Projekt ist ein Modellprojekt mit Pilotfunktion: Gelingt es durch die Kooperation der verschiedenen Partner (einheimische Führungskräfte und weiße Farmer in Namibia sowie namibische und deutsche bzw. europäische Staatsorgane und Nichtregierungsorganisationen) diese afrikanische Bildungseinrichtung zu wirtschaftlicher Selbständigkeit und administrativer Unabhängigkeit zu führen, so wäre dies ein sozialökonomisches Modellprojekt, das sich mit überschaubarem und kontrolliertem Aufwand in Namibia und vielen Nachbarländern multiplizieren ließe – eine wirkliche Alternative zu Hilfsleistungen ohne finanzielle und zeitliche Grenze.

 
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