Aktueller Stand und Verlauf der Projektentwicklung


September 2009

Am 3. September trifft Friedemann Bieber in Baumgartsbrunn ein. Der 19-Jährige leistet im Institut für 11 Monate seinen Zivildienst im Rahmen des “weltwärts”-Programms des BMZ. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem die Leitung der wieder eröffneten Schulbücherei, Einkaufsfahrten, die Organisation von Freizeitaktivitäten und der Matheunterricht.

Die von Friedemann Bieber neu eingerichtete Bücherei wird gerne genutzt.
Die von Friedemann Bieber neu eingerichtete Bücherei wird gerne genutzt.

Mitte September kehren die Studentinnen von ihren Praktikumsstellen ins Institut zurück. Über das ganze Land verteilt hatten die Studentinnen im Anschluss an ihr erstes Semester ein dreimonatiges Praktikum absolviert und so ihre neu erworbenen Fähigkeiten direkt im Berufsalltag ausprobiert.


November 2009

Wieder stehen theoretische wie praktische Examen an: es wird die Division gepaukt, in der Küche brodelt und dampft es und in der Buchbinderei herrscht geschäftiges Treiben. Am 26. November erhalten die erfolgreichen Studentinnen ihre Zertifikate. Die meisten haben bestanden, nur fünf Studentinnen werden sich Anfang Januar einer Nachprüfung stellen müssen. Mit einer kleinen Party wird das erste Ausbildungsjahr besiegelt, die Sommerferien können beginnen und nicht wenige bewerben sich sogleich stolz (und erfolgreich) mit ihren Zeugnissen um Ferienjobs.


Januar 2010

Mitte Januar kehren Lehrer wie Studentinnen aus den Ferien zurück, glücklich nach größeren Visumsproblemen nun im Land bleiben zu dürfen. Neu dabei: Mr. Wilbard Ithikwa, der die seit dem Abgang Mr. Peter Akinyis freie Stelle des Landwirtschaftslehrers besetzt. Mr. Ithikwa stammt aus dem Norden Namibias, wie viele der Schülerinnen vom Stamm der Ovambo, ist hochqualifiziert und möchte seinen Unterricht deutlich praktischer ausrichten als sein Vorgänger. Nach erfolgreicher Reparatur des Computersystems beginnt der Zivildienstleistende Friedemann Bieber zudem den von den Studentinnen lange herbeigesehnten Computerkurs. Das dritte Semester beginnt – zeitgleich mit der Regenzeit – zuversichtlich!


Mitte März 2010
 Der Campus belebt sich weiter: 24 weitere junge Frauen im Alter von 18 bis 28 Jahren ziehen nach Baumgartsbrunn und beginnen dort ihre zweijährige Ausbildung im Fach Gastronomie. Insgesamt hatten sich mehr als 300 junge Frauen auf die Plätze beworben. 70 Bewerberinnen waren zum Auswahlverfahren mit Tests und Interviews eingeladen worden. Insgesamt leben nun 44 Studentinnen im Institut.

Ende Mai 2010
Die Winterexamen stehen an. Bis spät abends sitzen die Schülerinnen in den Klassenzimmern und büffeln. Mindestens elf theoretische und praktische Prüfungen legt jede Studentin ab. Nicht nur aus der praktischen Kochübung gehen gelungene Resultate hervor. Während die Lehrerinnen die Klausuren korrigieren, fahren die Schülerinnen abschließend für vier Tage mit dem Nachtzug auf Klassenfahrt nach Swakopmund. Dort steht neben Führungen durch mehrere Hotels, Besuche in Museen und einer Exkursion in die Dünen auch ein Kochwettbewerb auf dem Programm. 

Anfang Juni 2010
 Die Schule ist vorbei, doch Ferien gibt es nicht. Die Studentinnen treten ihre Praktikumsstellen an einigen der besten Hotels und Lodges in ganz Namibia an. Für drei Monate werden sie ihr im Institut erworbenes Wissen praktisch anwenden und den Hotelbetrieb näher kennenlernen. Die Rückmeldungen der Hoteliers sind durchweg positiv; einige wollen Praktikantinnen nach Abschluss der Ausbildung direkt übernehmen. 

Anfang September 2010
 Die Schülerinnen kehren nach den Praktika und einer Woche Ferien zurück nach Baumgartsbrunn. Die Freude über das in den letzten Monaten renovierte Hostel und die neuen Matratzen ist groß. Im Unterricht geht es unter Hochdruck weiter, denn Ende November werden die Studentinnen des zweiten Jahrgangs ihre Diplomprüfung ablegen.

Was vorher geschah...


Oktober 2004:

Der Steuerungskreis der bürger:sinn:stiftung beschließt, die Farmschule Baumgartsbrunn als erstes Förderungsprojekt auszuwählen und jährlich mit EUR 10.000.- sowie mit Engagement und konzeptionellen Lösungsvorschlägen zu unterstützen.


März 2005:

Die bürger:sinn:stiftung stellt sich der Öffentlichkeit vor und präsentiert Baumgartsbrunn auch in der Presse als ihr erstes Förderungsprojekt. Bei der Auftaktveranstaltung der Stiftung werden die ersten Ansätze des Förderungskonzeptes für Baumgartsbrunn von den Herren Werner Obst (Projektleiter) und H.-Christian Behrens (Fachausschuss Entwicklungshilfe) vorgestellt. In Ansätzen wird deutlich, wie die allgemeinen Prinzipien des Stiftungskonzeptes hier projektbezogen konkretisiert werden können.


Juni/Juli 2005:

Der erste Entwurf des Förderungs- und Entwicklungskonzeptes für Baumgartsbrunn wird fertig gestellt und an die Organe der Helmut-Bleks-Stiftung sowie an die 6 Unterstützergruppen in Namibia und Deutschland verteilt. Der detaillierte, 20 Seiten umfassende Konzeptionsentwurf wird nicht veröffentlicht, da er zunächst der kritischen Bestandsaufnahme sowie der Selbstverständigung und Abstimmung aller beteiligten Personen und Organe dient.


Wesentliche Punkte des Förderungskonzeptes sind:

  • Baldige Nachfolgeregelung für den 85-jährigen Projektleiter,
  • Klärung und Vereinfachung der komplexen rechtlichen und organisatorischen Strukturen der drei beteiligten, von Helmut Bleks initiierten gemeinnützigen Organisationen,
  • Klärung, Vereinfachung und transparente Darstellung der rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligten,
  • Darstellung und Begründung notwendiger Sofortmaßnahmen sowie eines mittelfristigen Förderungskonzeptes mit dem Ziel der wirtschaftlichen und sozialen Unabhängigkeit Baumgartsbrunns.

Helmut Bleks teilt bereits am 07. Juli telefonisch mit, dass ihn das übermittelte Förderungs- und Entwicklungskonzept sehr beeindruckt und dass er es in allen seinen Bestandteilen und ohne Vorbehalt mittragen werde. Bis August gehen weitere, durchweg zustimmende Reaktionen und auch einige Korrekturen/Anregungen ein, um die ausdrücklich gebeten worden war.


Juli – September 2005:

Die Helmut-Bleks-Stiftung liefert und erläutert sämtliche angeforderten Satzungen, Jahresabschlussunterlagen etc., so dass die Architektur der historisch gewachsenen wirtschaftlichen und rechtlichen Konstruktionsprinzipien der Bleks-Stiftungen auch für Außenstehende langsam klarer wird.


23.-28. 09. 2005:

Nach intensiven Gesprächen zwischen der bürger:sinn:stiftung, Helmut Bleks und dem Stiftungsrat gelingt es schließlich, dass

  • der Vorstand der Helmut-Bleks-Stiftung dem Förderungskonzept der bürger:sinn:stiftung auch schriftlich zustimmt,
  • der einheimische Rev. Dr. Nakamhela zum 01. 10. 2005 Herrn Bleks als Leiter der Berufsschule und Vorstand der namibischen Stiftung ablöst,
  • Helmut Bleks und Prof. Ludwig Delp zum Ende des Jahres 2005 ihren Rücktritt als Vorstände der deutschen Helmut-Bleks-Stiftung erklären,
  • der Vorstand den von der bürger:sinn:stiftung entwickelten rechtlichen und wirtschaftlichen Änderungsvorschlägen zustimmt,
  • Helmut Bleks auch schriftlich einer weitgehenden Kooperation der von ihm begründeten Stiftungen mit der bürger:sinn:stiftung zustimmt.
29. September 2005:

H.-Christian Behrens erläutert dem Stiftungsrat der Helmut-Bleks-Stiftung in Berlin das Förderungs- und Entwicklungskonzept der bürger:sinn:stiftung für Baumgartsbrunn und insbesondere die entscheidenden Fortschritte der letzten Tage. Der Stiftungsrat begrüßt diese Entwicklungen ausdrücklich und einstimmig und „dankt der bürger:sinn:stiftung (...) für das außerordentliche Engagement“. (Protokoll vom 29. 09. 2005)

Zum Förderungskonzept der bürger:sinn:stiftung vermerkt das Protokoll an anderer Stelle: „Der Stiftungsrat dankt der bürger:sinn:stiftung Münster und den an der Entwicklung dieses Konzeptes Beteiligten. Er begrüßt dieses Konzept ausdrücklich und bittet die bürger:sinn:stiftung um die weitere Entwicklung des Konzepts.“


Oktober/November 2005:

Herr Michael Bleks, Sohn des Projektgründers, erarbeitet „strukturelle Überlegungen für die Zukunftssicherung der Stiftungen“ seiner Eltern, wobei er insbesondere Fragen der rechtlichen und organisatorischen Neuordnung erörtert. Da Herr Bleks jr. diese Organisationen jahrzehntelang verfolgt und auch in verantwortlichen Positionen begleitet hat, verfügt er über zahlreiche Insiderinformationen, die zur rechtlichen und wirtschaftlichen Restrukturierung des Stiftungsverbundes von größtem Wert sind. Nach Abstimmung dieses Konzeptes mit der bürger:sinn:stiftung, dem Stiftungsrat der Helmut-Bleks-Stiftung und Herrn Bleks sen. legt dieser das Konzept dem führenden Notariat in Windhoek zur Prüfung vor (s.o.).


Dezember 2005: 
In Windhoek brüten die Notare über einem neuen rechtlichen Rahmen für die beiden Bleks-Stiftungen in Namibia und Deutschland sowie die Baumgartsbrunn-Foundation (Lodge), einer Art gemeinnützige GmbH nach englischem Recht. Das Rahmenkonzept und der Ablaufplan wurde von Herrn Michael Bleks, dem Sohn des Projektgründers, entwickelt und mit der bürger:sinn:stiftung abgestimmt. Herr Helmut Bleks hat das Konzept gutgeheißen.
Aus der gewählten Form der rechtlichen, wirtschaftlichen und organisatorischen Restrukturierung des Stiftungsverbundes ergeben sich alle weiteren Maßnahmen und Schritte der Reorganisation und der Kooperation. Im neuen Jahr sollte es hier rasch vorangehen.
Baumgartsbrunn ist Mitte Dezember bei 40 Grad im Schatten im Winterschlaf versunken. Mit einem Wiedererwachen der Lebensgeister wird im Januar gerechnet.

Januar 2006:
Einige Spender haben 10.000.- Euro zur Verfügung gestellt, um die zugesagte Unterstützung für Baumgartsbrunn auch im Jahre 2006 sicherzustellen. Zur Umsetzung des geplanten Förderungskonzeptes bedarf es jedoch noch zahlreicher weiterer Mittelzuwendungen.

März 2006:
H.-Christian Behrens und Übersetzer Norbert Langer reisen erstmals nach Namibia, um vor Ort mit allen beteiligten Kräften und Stellen Gespräche zu führen und die rechtlichen sowie die wirtschaftlichen Voraussetzungen und Möglichkeiten des Förderungskonzeptes für Baumgartsbrunn näher zu klären.

Als wesentliche Ergebnisse des Besuches werden festgehalten:
  • eine überwältigende Sympathie auch aller örtlichen Kräfte (z. B. Erziehungsministerium, benachbarte Farmer etc.) für das Projekt des Ehepaares Bleks,
  • die Bereitschaft aller beteiligten Institutionen und Stellen zur Unterstützung und Kooperation im Rahmen des von der bürger:sinn:stiftung erarbeiteten Förderungskonzeptes für Baumgartsbrunn,
  • die Bereitschaft der Führungskräfte von staatlicher Grundschule einerseits und privater Berufsschule andererseits, Baumgartsbrunn weiterhin kooperativ und als Einheit seiner beiden Bestandteile zu entwickeln,
  • die Bestätigung des Notars Hanno Bosseau (Windhoek), dass das im Wesentlichen von Michael Bleks ausgearbeitete Konzept der rechtlichen Restrukturierung der verschiedenen Bleks-Stiftungen juristisch möglich und inhaltlich sinnvoll ist,
  • die Bereitschaft des örtlichen Notars, bei der Klärung der offenen bodenrechtlichen Fragen behilflich zu sein und als „member“ auch Verantwortung in der Baumgartsbrunn-Foundation zu übernehmen,
  • ein erheblicher Investitionsbedarf in vielen Bereichen der Farmschule Baumgartsbrunn und die große Chance, durch sinnvolle Investitionen in die verschiedenen Ausbildungsbetriebe die Selbstfinanzierungskraft des Projektes erheblich zu stärken,
  • und natürlich unvergessliche Gespräche mit dem Ehepaar Bleks am abendlichen Kaminfeuer und viele beeindruckende Erlebnisse in einem wunderbaren Land.
Mai 2006:
Helmut Bleks erteilt seinem Sohn Michael vor dem Notar in Windhoek vorsorglich eine Generalvollmacht zur Neustrukturierung, Umwidmung, Fusionierung oder Auflösung der von Helmut Bleks gegründeten gemeinnützigen Organisationen und hierbei seinen Willen als Gründer bzw. Vorstand dieser Organisationen auszulegen.
Hintergrund sind die Tatsachen, dass die Umsetzung der von Familie Bleks und der bürger:sinn:stiftung gewünschten Neustrukturierungen erhebliche Zeit in Anspruch nehmen wird und scheitern könnte, wenn der Stiftungsgründer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr bestätigen könnte, dass die Neuerungen auch seinem Willen entsprechen.

03. 08. 2006: 
Helmut Bleks sendet in Vorbereitung der anstehenden Stiftungsratssitzung ein langes Telefax, mit dem einige wichtige offene Fragen beantwortet und Unklarheiten beseitigt werden.

04. 08. 2006:
Auf Einladung der bürger:sinn:stiftung tagt der Stiftungsrat der Helmut-Bleks-Stiftung mit Gräfin Karin Dönhoff, Graf Friedrich Dönhoff und MdB Dr. Konrad Schily diesmal in Münster. Der Stiftungsrat der Helmut-Bleks-Stiftung stimmt einstimmig dem Antrag des Vorstandes der Helmut-Bleks-Stiftung zu, die Satzung so zu ändern, dass die bürger:sinn:stiftung auch förmlich die Verwaltung der Helmut-Bleks-Stiftung übernehmen kann.
Friedrich Graf Dönhoff, Karin Gräfin Dönhoff und Dr. Konrad Schily (von links) unterzeichnen den Antrag auf Satzungsänderung der Helmut-Bleks-Stiftung.
Friedrich Graf Dönhoff, Karin Gräfin Dönhoff und Dr. Konrad Schily (von links) unterzeichnen den Antrag auf Satzungsänderung der Helmut-Bleks-Stiftung.
Die beschlossene Satzungsänderung bedarf der Genehmigung der zuständigen Stiftungsaufsichtsbehörden, weshalb Einzelheiten erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden können.

13.08.2006
Abschied von „Mister Helmut“
Am 10.08.2006 verstirbt Helmut Bleks im Beisein seiner Frau und seines Sohnes Michael – plötzlich und zu diesem Zeitpunkt völlig unerwartet. In Baumgartsbrunn und auch in Deutschland herrscht tiefe Trauer.
In einem MEMORIAL SERVICE in der Michaelskirche im Schuldorf nehmen mehr als dreihundert Menschen mit bewegendem Gesang, Grußworten und liebevollen Ansprachen von Helmut Bleks Abschied.


26.8.2006
Gedenkgottesdienst für Helmut Bleks
Zu einem Gedenkgottesdienst für Helmut Bleks versammeln sich in der Versöhnungskirche Münster Familienangehörige, Freunde und Vertreter aller Fördergruppen. Die Pfarrer Karl-Anton Hagedorn und Heinrich Kandzi leiten das würdige Gedenken, das durch Lesungen aus „Mister Helmuts Schule“ bereichert wird.

15.01.2007
Ein neuer Jahrgang wird auf Baumgartsbrunn willkommen geheißen
Rund 50 junge Frauen nehmen den zweijährigen Lehrgang am Institut auf. Wie bisher werden am Vormittag die praktischen Lehreinheiten (Hotelfachküche, Restauration, Gartenbau, Nähen und Buchbinderei) stattfinden und am Nachmittag werden die Fächer Englisch, Deutsch, Mathematik und der Umgang mit dem Computer unterrichtet. Die Besetzung und teilweise Finanzierung von 28 Plätzen haben die SOS-Kinderdörfer übernommen.


15.02.2007
Die Helmut-Bleks-Stiftung verlegt ihren Sitz von München nach Münster und übergibt die Geschäftsführung an die bürger:sinn:stiftung (Presseerklärung vom 15.02.2007 ).

Ende März 2007
Einsatz von Herrn Stange in der Buchbinderei
Nicht nur mit neuen Maschinen und Materialien wird in die Buchbinderei investiert – Herr Stange, der die Werkstatt in Baumgartsbrunn von Februar 2000 bis Dezember 2002 aufbaute, übernimmt in den ersten drei Monaten die Einweisung in den Umgang mit den neuen Maschinen und hilft bei der Entwicklung eines ersten Marketingkonzeptes, um die Produkte der Buchbinderei zu vertreiben.


01.05.2007
Unterstützung durch Zivildienstleistenden
Die Stiftung entsendet Herrn Hendrik Ratering nach Baumgartsbrunn zu einem Einsatz im „Anderen Dienst im Ausland“. Er wird das Projekt vor allem durch Fahrdienste, Deutsch-, Mathematik- und EDV-Unterricht unterstützen.


Mai 2007
Integrative Bildungs- und Betreuungsangebote für Aids-Waisenkinder in der Farmschule Baumgartsbrunn
Die Johanniter Unfallhilfe stellt € 20.000.- zur Verfügung, um in einem gemeinsamen Projekt der staatlichen Grundschule und der Berufsschule „integrative Bildungs- und Betreuungsangebote für Aids-Waisenkinder in der Farmschule Baumgartsbrunn“ zu entwickeln. Die Federführung für dieses Projekt übernimmt die bürger:sinn:stiftung, die zusätzlich € 7.000.- bereitstellt.

Mit Hilfe des Sonderbeauftragten der bürger:sinn:stiftung für Baumgartsbrunn, Dr. Rainer Höttler, dem „Zivi“ Hendrik Ratering und unter tatkräftiger Mithilfe der örtlichen Lehrer und Arbeiter werden zunächst die Sportplätze saniert und dann ein Netball-Team sowie eine Fußballgruppe aufgebaut, in denen die Aids-Waisenkinder gemeinsam mit anderen Kindern spielend und trainierend ihre Freizeit gestalten können.
Darüber hinaus werden eine Kultur- und Chorgruppe sowie eine Life-Skills-Gruppe aufgebaut.

11. Mai - 14. Juni 07

Entsendung des Sonderbeauftragten für die Farmschule Baumgartsbrunn, Dr. Rainer Höttler
Eine große Hilfe für die Stabilisierung der Lage nach dem Tod von H. Bleks (10.08.2006) und zugleich für die Weiterentwicklung des Projektes Baumgartsbrunn war der Einsatz von Herrn Dr. Höttler.
Als langjähriger Freund der Einrichtung und Pensionär bringt er sowohl Interesse als auch Zeit auf. Zugleich verfügt er als ehemaliger ltd. Senatsrat in der Berliner Senatsschulverwaltung über die notwendigen Kenntnisse im administrativen Bereich.


18.09.2007
Genehmigung des Förder- und Entwicklungskonzeptes der bürger:sinn:stiftung für die Farmschule Baumgartsbrunn
Der Vorstand und das Kuratorium diskutieren die zweite Auflage des vorliegenden Förderungs- und Entwicklungskonzeptes zur Zukunftssicherung der Farmschule Baumgartsbrunn in Namibia. Es wird festgestellt, dass dieses Konzept in jeder Hinsicht den Stiftungszwecken entspricht. Seine Umsetzung wird einmütig befürwortet.

28. September - 13. November 2007

Weiterer Arbeitseinsatz des Sonderbeauftragten für Baumgartsbrunn
Dr. Höttler fährt zum zweiten Mal nach Baumgartsbrunn, um gemeinsam mit den Trustees, vor allem auch der Granddame von Baumgartsbrunn, Frau Gertraude Bleks, und dem örtlichen Management das Institut auf folgenden Arbeitsfeldern voranzubringen.

Instandhaltung und Reparatur:

  • Ergänzung der Möblierung in allen Häusern
  • Reinigung des Institutscampus
  • Ausbau der Solaranlage zur Warmwasserversorgung
  • Ausbesserung der Sanitäranlagen
  • Reparatur am Dach der Buchbinderei

Verwaltungsorganisation:

  • Einführung eines neuen Inventarisierungs- und Bevorratungssystems
  • Überarbeitung der Arbeitsverträge
  • Verhandlungen wegen der staatlichen Anerkennung der Institutsausbildung
14.04.2008
Abschied von „Lady Anna“
Am 14.04.08 verstirbt Frau Anna Gertraude Bleks, die Mitbegründerin von Baumgartsbrunn. Sie hatte das Lebenswerk ihres Mannes mitgetragen und es mit ihrem freundlichen Wesen in besonderer Weise geprägt. Bis kurz vor ihrem Tode führte sie die Lodge, die auch Ausbildungsstätte für die Schülerinnen des Institutes ist.

Juni 2008
Schülerinnen beginnen ihr Praktikum
Die Schülerinnen des Institutes beginnen ihr dreimonatiges Praktikum. In Hotels, auf Gästelodges und bei Namibischen Ministerien können sie zeigen, was sie in der praxisorientierten Ausbildung am Institut bereits gelernt haben und erste Berufserfahrungen sammeln. Ende des Jahres 2008 macht dieser Jahrgang sein Abschlussexamen.

Juni/Juli 2008
Stabilisatoren für Baumgartsbrunn
Matthias Bleks wird nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Deutschland für ein weiteres Jahr als Trustee das Projekt vor Ort unterstützen. Er wird als Consultant und Lehrer ausschließlich für das Institut zur Verfügung stehen.
Neben der Stabilisierung vor Ort ist er auch eine wertvolle Hilfe bei der korrekten Abwicklung der Förderprojekte und als Kommunikationsbrücke nach Deutschland.

Weiterhin konnte Jörg Nederlof – ausgebildet im Hotelwesen – bis Ende des Jahres als geschäftsführender Institutsleiter für Baumgartsbrunn gewonnen werden. Parallel zu seinem Einsatz auf Baumgartsbrunn wird er weiterhin für die Lufthansa in Kapstadt tätig sein, weshalb er nur jeweils alle zwei Wochen für jeweils 14 Tage vor Ort sein kann.
Im Zusammenwirken mit Matthias Bleks wird eine spürbare Stabilisierung des Projektes erreicht.

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15.08.08
Weitere personelle Unterstützung für Baumgartsbrunn
Zum 15.08.2008 wurde Juliane Hahn aus Hamburg nach gründlicher Vorbereitung zu einem einjährigen „Internationalen Freiwilligendienst“ an die Berufsschule für junge Frauen in Baumgartsbrunn entsendet.
Sie ist ausgebildet als Marketing/Kommunikationswirtin und bringt neben Auslandserfahrung ein hohes Maß an sozialem Interesse und Engagement ein.
Sie wird als Verwaltungsassistentin den Institutsleiter unterstützen, für Sprachunterricht bereitstehen und bei größeren Förderprojekten aus Deutschland deren Umsetzung begleiten.
In der Sitzung des Steuerungskreises der bürger:sinn:stiftung am 11.08.2008 wurde Frau Hahn verabschiedet; alle Mitglieder wünschten ihr eine für das Institut und sie erfüllende Zeit in Namibia.

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September 2008

Für die Hauswirtschaftslehre am Berufsschulinstitut wurden zwei neue Lehrerinnen eingestellt, die sich fachlich gut ergänzen und ein tolles Team bilden.
Ms. Theodora Mahahla (36 Jahre alt) unterrichtet die jungen Frauen in der Weiterverarbeitung von Lebensmitteln (Zubereitung von Mahlzeiten, Küchenorganisation, Aufbewahrung etc.). Sie hat langjährige Erfahrung als Lehrerin und leistet ausgezeichnete Arbeit. Nicht nur die Studentinnen, auch die Mitarbeiter sind von ihren Fähigkeiten und ihrem Engagement beeindruckt.
Ms. Ntobikayise Ndlovu (54 Jahre alt) hat Mitte September die Lehre im Restaurant übernommen. Wie Theodora stammt sie aus Zimbabwe. Auch sie ist eine erfahrene Lehrerin. Fähig im Fach und stets freundlich motiviert sie die Schülerinnen sehr durch ihre positive Grundeinstellung.


Januar 2009

Personelle Veränderungen
Mit großem Dank wird Jörg Nederlof verabschiedet. Als Interimsleiter führte er das Institut von Mai-Dezember 2008. In Zusammenarbeit mit Juliane Hahn schuf er die Voraussetzungen, dass das Institut im März 2009 die Ausbildung des neuen Jahrgangs rechtzeitig aufnehmen kann.
Die Geschäftsführung übernimmt Juliane Hahn, die einer Verlängerung ihres Einsatzes zugestimmt hat.
Am 27.01.09 beginnt Melanie Assauer (29) ihren Internationalen Freiwilligendienst in Baumgartsbrunn. Die Sozialpädagogin wird das Institut durch die Übernahme von Unterrichtseinheiten und die Begleitung bestehender und zukünftiger Förderprojekte aus Deutschland unterstützen.

Ms. Theodora Mahlahla unterrichtet seit September 2008 in der Großküche.

Seit September 2008 unterrichtet Ms. Ntobikayise Ndlovu (links) die jungen Frauen in der Restauration.


02. März 2009

Beginn eines neuen Ausbildungsjahrgangs
Von den über 500 Bewerberinnen aus dem südlichen Afrika konnten 40 junge Frauen in den neuen Jahrgang aufgenommen werden. Die heterogene Schülerinnengruppe setzt sich aus sieben verschiedenen Volksstämmen zusammen. Mehr als die Hälfte der Frauen ist Waise oder Halbwaise. SOS-Kinderdorf unterstützt das Projekt durch die Teilfinanzierung von 20 der insgesamt 40 Ausbildungsplätze.
Wie erfolgreich die Ausbildung ist, zeigt sich u.a. darin, dass von den 40 Absolventinnen des letzten Jahrgangs zwischenzeitlich bereits 36 junge Frauen eine feste Anstellung gefunden haben.